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Wie beeinflusst das Wetter die Einkaufsplanung?

Juni und Juli 2026 brachten Rekordhitze und deutliche Abkühlungen. Listonic-Daten zeigen: Das Wetter verändert nicht die Zahl der Nutzer einer Einkaufslisten-App, wohl aber die Intensität der Planung. An kühleren Tagen steigen Prospektaufrufe und Produkt-Hinzufügungen.

Juni und Juli dieses Jahres brachten sowohl eine Rekordhitzewelle als auch deutliche Abkühlungen mit Regentagen. Die neuesten Listonic-Daten zeigen, dass das Wetter die Zahl der Nutzer in geringerem Maße beeinflusst, deutlich stärker jedoch die Art, wie sie sich auf den Einkauf vorbereiten.

Wetterextreme und interessante Verschiebungen in den Daten

Die letzten zwei Monate waren wettermäßig eine außergewöhnliche Zeit. In Polen gab es Abkühlungen, Regen und stärkeren Wind, aber auch Rekordtemperaturen. Am 28. Juni wurden in Słubice rekordverdächtige 40,5 °C gemessen, während in der zweiten Juliwoche die Höchsttemperaturen in vielen Regionen auf 16–17 °C fielen, begleitet von Regen und böigem Wind. Diese starken Wetterkontraste und die in den Daten sichtbaren Veränderungen haben uns dazu gebracht zu prüfen, ob das Wetter nicht nur beeinflusst, was wir kaufen, sondern auch, wie wir den Einkauf planen.

Wir haben die Aktivität der Listonic-Nutzer von Anfang Juni bis Ende Juli 2026 analysiert. Betrachtet haben wir die tägliche Zahl aktiver Nutzer, die Zahl der aufgerufenen Prospektseiten und die Zahl der aus Angeboten auf Einkaufslisten hinzugefügten Produkte. Die Analyse umfasste den gesamten Zeitraum, der wichtigste Wettervergleich beruht dagegen auf acht Samstagen im Juni und Juli. Hier die interessantesten Erkenntnisse.

Ähnlich viele Nutzer, deutlich mehr Planung

An kühleren Samstagen war die Zahl aktiver Nutzer nur 7 % höher als an sehr heißen Tagen.

Deutlich größere Unterschiede zeigten sich jedoch in der Art der App-Nutzung:

  • Nutzer erzeugten 11 % mehr Prospektaufrufe,
  • die Zahl der aus Angeboten auf Einkaufslisten hinzugefügten Produkte stieg um fast 13 %,
  • pro Nutzer lagen Prospektnutzung und Hinzufügungen um 5 % höher.

Die wichtigste Beobachtung betrifft jedoch nicht die Zahl der Nutzer selbst, die sich weniger stark veränderte als die übrigen Kennzahlen. Deutlichere Unterschiede zeigten sich in der Intensität der Planung: An kühleren Samstagen sahen sich Nutzer mehr Angebote an und fügten häufiger Produkte aus Prospekten zu ihren Einkaufslisten hinzu.

Ein Produkt hinzuzufügen ist ein Signal für Kaufabsicht

Mehr Prospektaufrufe bedeuten mehr Kontakte mit Angeboten von Marken und Handelsketten. Noch wichtiger ist jedoch, ein Produkt auf die Einkaufsliste zu setzen.

Der Nutzer hat die Aktion nicht nur gesehen, sondern sie für relevant genug gehalten, um das Produkt in seinen Plan aufzunehmen. Diese Handlung liegt dem Kauf deutlich näher als eine reine Werbeeinblendung.

Die Daten zeigen also: Bei einer ähnlichen Nutzerzahl kann der Wert ihrer Aktivität unterschiedlich sein. An einem Tag prüft jemand schnell eine Liste, an einem anderen sieht er mehr Prospekte durch, vergleicht Angebote und fügt weitere Produkte hinzu.

Der stärkste kühle Samstag zeigt die Größe des Unterschieds

Das deutlichste Ergebnis haben wir am 13. Juni gemessen – an einem der kühlsten Samstage der Analyse. Im Vergleich zum Durchschnitt aller acht einbezogenen Samstage:

  • lag die tägliche Zahl aktiver Nutzer um 10 %, höher
  • lag die Zahl der Prospektseitenaufrufe um 13 %, höher
  • lag die Zahl der Hinzufügungen direkt aus der Prospektansicht um 20 %. höher

Der Unterschied bei den Hinzufügungen war damit doppelt so groß wie der Unterschied bei den aktiven Nutzern. Auch pro aktivem Nutzer lagen die Hinzufügungen rund 9 % über dem Durchschnitt. Das stärkere Ergebnis ergab sich also nicht allein aus einer höheren Nutzerzahl – am 13. Juni fügten die Nutzer häufiger Produkte aus Prospekten zu ihren Einkaufslisten hinzu.

Nicht jeder kühlere Samstag brachte gleich hohe Werte. In der analysierten Stichprobe brachten jedoch beide kühleren Samstage mehr Prospektaufrufe und mehr Hinzufügungen auf Einkaufslisten als jeder der beiden sehr heißen Samstage.

Ein langes Wochenende verschiebt den Zeitpunkt der Planung

Das Nutzerverhalten wird nicht nur vom Wetter geprägt, sondern auch vom Kalender.

Am Mittwoch vor dem langen Juni-Wochenende lag die Aktivität mehr als 30 % über dem typischen Niveau für diesen Wochentag, und die Prospektnutzung stieg um einen niedrigen zweistelligen Prozentwert.

Am Feiertag selbst brachen beide Kennzahlen stark ein, um am folgenden Tag wieder über dem üblichen Freitagsniveau zu liegen.

Die Einkaufsplanung ist nicht verschwunden. Sie hat sich auf andere Tage verlagert.

Das Wetter kann also die Intensität der Planung beeinflussen, die Verteilung von Feiertagen und freien Tagen vor allem deren Zeitpunkt.

Was bedeutet das für Retailer und FMCG-Marken?

Dauerhafte Präsenz erlaubt es, Momente höherer Aufmerksamkeit zu nutzen

Die Ergebnisse bedeuten nicht, dass Kampagnen nur an kühlen oder regnerischen Tagen laufen sollten. Das Wetter ist veränderlich, und ein Anstieg des Engagements lässt sich nicht immer mit ausreichendem Vorlauf vorhersagen.

Anstatt eine Kampagne allein von der Wettervorhersage abhängig zu machen, lohnt es sich, eine regelmäßige Präsenz in der Einkaufslisten-App sicherzustellen. Sie sorgt dafür, dass eine Marke auch dann sichtbar ist, wenn Nutzer beginnen, intensiver Prospekte durchzusehen und mehr Produkte auf ihre Listen zu setzen.

Reichweite zeigt nicht den gesamten Wert einer Kampagne

Eine ähnliche Nutzerzahl kann eine unterschiedliche Zahl wertvoller Handlungen erzeugen.

Deshalb lohnt es sich, neben der Reichweite auch Folgendes zu betrachten:

  • auf Einkaufslisten hinzugefügte Produkte,
  • Aufrufe weiterer Prospektseiten,
  • Klicks auf Angebote.

Genau diese Verhaltensweisen zeigen, ob die Kommunikation zum realen Planungsprozess gepasst hat.

Kontext kann die Wirkung eines Angebots verstärken

An heißen Tagen sind Getränke, Eis, Grillprodukte oder Sonnenschutz der natürliche Kontext. Kühleres Wetter kann die Kommunikation für Mahlzeiten zu Hause, zum Backen oder zum Auffüllen von Vorräten begünstigen.

Das Wetter kann also die Auswahl von Kategorien und Motiven unterstützen, sollte aber nicht die einzige Grundlage der Kampagnenplanung sein.

Weniger Sonne, mehr Aufmerksamkeit für Angebote

Die Analyse zeigt, dass sich an kühleren Samstagen die Zahl aktiver Nutzer weniger stark veränderte als die Intensität der App-Nutzung. Die Nutzer sahen mehr Prospektseiten durch und fügten häufiger Produkte daraus zu ihren Einkaufslisten hinzu.

Für Retailer und FMCG-Marken ist die wichtigste Erkenntnis einfach: Ähnliche Reichweite bedeutet nicht immer dasselbe Kaufpotenzial.

Kamil Janiszewski

Eine regelmäßige Präsenz in der App erlaubt es, jene Momente zu nutzen, in denen Konsumenten aufmerksamer planen – unabhängig davon, ob das am Wetter, am Kalender oder an einer Veränderung des Alltagsrhythmus lag.


Małgorzata Olczak

Małgorzata Olczak
Head of Sales

Marta Rygusiak

Marta Rygusiak
B2B Marketing Specialist

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