
Zwei Anzeigen bleiben je zwei Sekunden auf dem Bildschirm. Eine steht zwischen Videos im Feed. Die andere erreicht jemanden, der eine Einkaufsliste schreibt. Im Bericht können beide denselben Score erhalten. Für eine Marke sind es zwei verschiedene Kontakte.
Zeit allein zeigt nicht den Wert der Aufmerksamkeit. Ort, Aufgabe und Nähe zum Kauf zählen ebenfalls.
Zwei Arten von Kontakt
Das Banner steht auf der Einkaufsliste. Es verdeckt weder die Liste noch den Hinzufügen-Button.
Anzeigen, Schlagzeilen, Menüs und neue Blöcke teilen sich einen Feed. Nutzer können sie in einer Sekunde weiterscrollen.
Was sind Attention-Metriken?
Attention-Metriken schätzen, ob ein Mensch eine Anzeige bemerkt hat und wie lange sie ihn gehalten hat. Sie ergänzen Impressionen, Reichweite und Viewability.
Eine Impression bestätigt die Ausspielung. Viewability zeigt, dass die Anzeige sichtbar sein konnte. Die Messung der Aufmerksamkeit sucht nach Zeichen für Blick, Ton oder Handlung.
Die Leitlinien von IAB und MRC nennen vier Ansätze: Geräte- und Ausspielungsdaten, Blick- oder Tonmessung, körperliche Reaktionen sowie Panels oder Umfragen. Jeder Ansatz erfasst einen anderen Teil.
Fünf verschiedene Fragen
Attention-Metriken ersetzen weder Absatzmessung noch Brand Lift oder ROAS.
Es gibt einen gemeinsamen Rahmen, aber keinen Einheits-Score
Im November 2025 veröffentlichten IAB, MRC und CIMM finale Leitlinien, an denen mehr als 200 Fachleute mitwirkten. Sie ordnen Begriffe, Offenlegung und Prüfung der Methoden. Eine einheitliche Medienwährung schaffen sie nicht.
Ein gemeinsamer Rahmen
Der Rahmen behandelt Aufmerksamkeit als zusätzliches Signal. Käufer müssen sie weiter mit Ausspielung, Umfeld und Geschäftsergebnis verbinden. Der Leitfaden von IAB Europe überträgt diesen Ansatz auf europäische Märkte.
Im Retail Media zählt der Kontext
Im Retail Media hat der Nutzer ein Ziel: ein Produkt finden, ein Angebot prüfen, eine Liste schreiben oder einen Ladenbesuch planen. Die Anzeige erscheint während einer Einkaufsaufgabe.
Listonic-Nutzer tragen Produkte ein und öffnen die Liste vor dem Einkauf und im Laden erneut. Eine Marke erreicht sie, wenn aus einem Bedarf ein Plan wird. Das ist ein guter Kontext, aber kein Beweis für Aufmerksamkeit.
Ein kurzer Kontakt kann für eine bekannte Marke reichen. Ein neues Produkt braucht vielleicht mehr Zeit. Format, Kreation, Kategorie und Kampagnenziel verändern den Wert derselben Sekunde.
Wie misst eine Einkaufs-App Aufmerksamkeit?
Drei Datenebenen gehören zusammen:
- Gültige Ausspielung: Sichtbarkeit prüfen und ungültigen Traffic filtern.
- Attention-Signal: eine Methode wählen, die zum Format passt, etwa Banner oder Video mit Ton.
- Aktion nach dem Kontakt: Eintrag in die Liste, Aufruf des Angebots oder erneuten Besuch messen.
Eine passende Kontrollgruppe zeigt, ob die Anzeige das Verhalten verändert hat. Sonst kann natürlicher Bedarf wie Kampagnenwirkung aussehen.
Ein Attention Score kann zu viel verdecken
Ein Score ist für große Agenturen bequem. Er passt in eine Tabelle, ordnet Kanäle und hilft beim Mediaeinkauf. Für den Kunden kann diese Einfachheit täuschen: Derselbe Score kann sehr verschiedene Kontakte beschreiben.
Beispiel: andere Kontakte, gleicher Score
Eine gemeinsame Zahl kann als erster Filter dienen. Daneben sollte der Kunde Format, Art der Aufmerksamkeit, Moment des Kontakts und das nächste Signal sehen. Ein Standard soll Begriffe klären, nicht den Kontext löschen.
Aufmerksamkeit kurz vor dem Kauf kann starke Ergebnisse bringen
Attention-Metriken trennen einen ausgelieferten Kontakt von einem bemerkten Kontakt. Retail Media ergänzt den Moment und die Absicht des Nutzers.
Kamil Janiszewski
In Listonic kann ein Test Aufmerksamkeit mit einem Eintrag in die Liste, der Rückkehr zum Angebot und der nächsten Aktion verbinden. Signale und Erfolgsgrenze sollten vor der Kampagne feststehen. Danach folgt der Vergleich mit einer Kontrollgruppe.

Yahoo News
MSN
New York Post